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Unimog Winter-Tour 2019

Text: Nikita Probst | Foto (Header): © Ralf Melber

Wir waren für Sie bei der Unimog Winter-Tour 2019 in Bopfingen und haben uns vor Ort das Potenzial verschiedener Kommunalfahrzeuge im Ganzjahreseinsatz näher angesehen.

Auszug aus:

der bauhofLeiter
Ausgabe April 2019
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Die Unimog-Generalvertretungen aus dem Südwesten Deutschlands, Wilhelm Mayer Nutzfahrzeuge (Neu-Ulm) und Knoblauch GmbH (Immendingen), demonstrierten an vier Standorten im Februar mit Unimog-Fahrzeugen aller Klassen deren Vielseitigkeit. Wir waren bei der Unimog Winter-Tour auf den Sandberg bei Bopfingen dabei. Bei winterlichen Temperaturen fanden sich hier ca. 450 Leute zusammen, um Fachvorträgen zu lauschen, Live-Präsentationen von unterschiedlichen Fahrzeugen zu sehen und sich über Entwicklungen auf Bauhöfen auszutauschen. Unter den Teilnehmern waren rund 80 % Vertreter von Bauhöfen.

 

Zukunfts-Technologien in der Kommunaltechnik

Neben Vorführungen wurde den Teilnehmern Fachwissen im Rahmen der Vortragsreihe „Zukunfts-Technologien in der Kommunaltechnik“ vermittelt.

Ein großes Thema, das Bauhöfe wohl künftig beschäftigen wird, ist die Telematik. Mithilfe dieser Technik ist es möglich, Telekommunikation und Informatik miteinander zu verknüpfen. Die Technologie ist im Fahrzeug integriert und dokumentiert die Leistungen jedes einzelnen Mitarbeiters.

Im Rahmen eines Vortrags präsentierte die Firma „info-tech solutions GmbH & Co KG“ die Vorteile dieser Technologie. Denn die Bürger werden anspruchsvoller: Sie wollen, dass ihre Straßen gestreut und sauber und dass Grünanlagen sowie Spielplätze gepflegt sind. Um die ganzen Arbeiten, die für einen Bauhof anfallen, besser nachzuvollziehen, kann die Telematik Hilfe leisten. Damit sind Bauhöfe juristisch abgesichert, können Kosten einsparen, ihre Planung besser darstellen und den Datenstand sicher verwalten sowie vorhandene Ressourcen effektiv nutzen. Vor der Anschaffung sollten sich Interessenten genau überlegen, was Sie mit der Telematik erfassen wollen, wie schnell sie die Daten nach der Erzeugung benötigen und wo sie die Daten speichern und wieder verfügbar machen wollen.

 

Elektromobilität auf dem Bauhof

Nicht als Auto sondern als ein „Werkzeug“ bezeichnete Referent Michael Fauser den StreetScooter. Mit einer Reichweite von bis zu 200 km (variiert je nach Modell) wird dieser bei der Deutschen Post bereits erfolgreich eingesetzt. Fahrzeuge mit Elektroantrieb werden in Zukunft auch bei Bauhöfen eine bedeutende Rolle spielen. Durch die Fahrverbote in vielen Großstädten wird es schwieriger, die Arbeiten zu erledigen – Fahrzeuge wie der StreetScooter, könnten dieses Problem lösen.

In der Handhabung bietet der StreetScooter viele Vorteile. Die Kunststoffkarosserie ist strapazierfähig und lässt sich einfach austauschen. Der Anprallschutz an den Seiten verhindert Schäden an der Karosserie. Auch sind die Inspektion und die Wartungskosten deutlich kostengünstiger als bei einem Verbrennerfahrzeug. Bei der Anschaffung erhält der Bauhof einen Umweltbonus und unterschiedliche Zuschüsse von Bund und Ländern sowie Kostenvorteile auf kommunaler und regionaler Ebene. Zusätzlich sind reine Elektrofahrzeuge – wie der StreetScooter – zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer befreit (bei Erstzulassung bis 31.12.2020).

Sollte das Geld für die Anschaffung neuer Fahrzeuge nicht ausreichen, ist auch eine interkommunale Zusammenarbeit denkbar. Auch dies war ein Thema auf der Winterschau. Beispielsweise fördert der Freistaat Bayern die Zusammenarbeit der Kommunen mit unterschiedlichen Zuwendungen. Denn gemeinsam lassen sich bestimmte Aufgaben schneller, wirksamer und wirtschaftlicher erledigen.

 

Live-Präsentationen auf der Rollbahn

Im Anschluss an die Fachvorträge konnten die Teilnehmer bei einer Parade Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller betrachten. Auf der Rollbahn des Segelflugplatzes Bopfingen präsentierten Hersteller, wie Linder, HANSA, Aebi Schmidt, Multihog und Daimler-Unimog, die neuen Leistungen und Innovationen ihrer Fahrzeuge. Besondere Aufmerksamkeit fand beispielsweise ein Wechselsystem auf dem Rücken eines Unimog, hergestellt von der Firma Jotha aus Donauwörth.

 

ÜBERSCHRIFT

Die Veranstaltung hat wieder gezeigt, wie wichtig und vielseitig die Arbeit der Bauhöfe für die einzelnen Kommunen ist. Eine gute Ausrüstung auf hohem technischem Niveau kann dabei die Arbeit der Mitarbeiter in einer anspruchsvollen Gesellschaft erleichtern.

Der Autor

Nikita Probst

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