Ausgabe Mai 2026

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AUSZUG AUS DEM INHALT:

NACHRICHTEN UND AKTUELLES
Nachrichten

WINTERDIENST
Streumaterialen lagern – Salz, Sole und Silo
Für einen reibungslosen Winterdienst sind gut gefüllte Streumittellager unerlässlich. Wir haben uns bei drei Bauhöfen umgehört, die vor nicht allzu langer Zeit neu gebaut haben: Wie lagern sie ihr Streumaterial? Was verwenden sie gegen Eis und Schnee? Und worauf haben sie im Vorfeld, bei der Planung, besonders geachtet?

ARBEITSKLEIDUNG UND PSA
Arbeits- und Schutzkleidung – Textilservice oder selbst beschaffen?
Für Bauhöfe gehört passende Kleidung zur Grundausstattung, genauso wie Fahrzeuge und Geräte. Bei der Investition gilt es abzuwägen, gibt es doch mehrere Alternativen. Ob Kauf, Mieten oder Leasen wirtschaftlicher ist, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Zu beachten ist generell, dass manche Hose, Jacke oder Weste als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zählt – mit rechtlichen Vorgaben.

Nachhaltige Mietkleidung – Fair beschaffen und gern getragen
Mietkleidung für den Bauhof kann mehr bieten als den Schutz der Mitarbeitenden. Die Straßenmeisterei am Kreisbauhof Bamberg setzt auf fair zertifizierte Mietkleidung. Der „Fairtrade Landkreis“ unterstützt damit sichere und faire Arbeitsbedingungen in der Kleidungsindustrie sowie die Verwendung von für Mensch und Natur unbedenklichen Materialien.

FUHRPARK UND STRAßENUNTERHALT
Fuhrparkmanagement – Effiziente Fahrzeugbeschaffung
Bei Neu- und Ersatzbeschaffungen kommt es auf eine wirtschaftliche und kostengünstige Lösung an. Aber auch Vielseitigkeit und Umweltfreundlichkeit fließen in die Entscheidung mit ein. Münnerstadt und die Stadt Boppard legen unterschiedliche Kaufkriterien fest und zeigen, wie individuell Vorgehensweisen sein können.

Arbeitssicherheit am Bauhof – Wo Geräte und Fahrzeuge zum Risiko werden
Kommunale Bauhöfe funktionieren nur, wenn der Fuhrpark läuft. Genau dort liegen aber auch die größten Risiken: beim Rangieren, beim Gerätewechsel, beim Be- und Entladen und überall dort, wo Mängel übersehen oder Abläufe improvisiert werden.

Heißasphalt und Kaltasphalt – (K)eine Frage der Philosophie
Kaltmischgut aus dem Sack oder aufwendiger Heißeinbau mit Thermofass – viele Bauhöfe stehen ständig vor dieser Entscheidung. Dabei geht es nicht um Glaubensfragen, sondern um eine saubere Abwägung: Wie viel Zeit, Personal und Gerät steht zur Verfügung, wie lange soll die Reparatur halten und wie hoch ist die Verkehrsbelastung?

DIGITALISIERUNG UND TELEMATIK
Digitalisierung von Bauhöfen – Klick statt Klemmbrett
Zwischen Arbeitszeitdruck, spontanen Einsätzen und Bürgererwartungen im „Amazon-Tempo“ wird der Bauhof schnell zur „Dauer-Feuerwehr“. Erik Schmidtmann, der Geschäftsführer der GE/CON Kommunalberatung beleuchtet, wie digitale Werkzeuge helfen können, Aufträge zu ordnen, Kapazitäten realistischer zu planen und Entscheidungen nachvollziehbarer zu machen.

BEWÄSSERUNG
Digitales Bewässerungssystem – Nie mehr ins Blaue gießen?
Wie lässt sich die öffentliche Grünpflege effizient steuern? Zwei Beispiele zeigen, wie digitale Technik dabei helfen kann – mit unterschiedlichen Ansätzen, aber gleichem Schwerpunkt: weg vom „Bauchgefühl“, hin zu nachvollziehbaren Entscheidungen auf Basis von Daten.

GRÜNPFLEGE
Faunaschonende Mahd – Nicht alles kurz und klein: So geht Mahd mit Rücksicht!
In der letzten Ausgabe stand die Frage im Mittelpunkt, wann Blumenwiesen gemäht werden sollten, um Insekten und Pflanzen bestmöglich zu schützen. In dieser Ausgabe geht es um das Wie: Welche technischen Möglichkeiten helfen dabei, die Mahd faunaschonender zu gestalten, ohne die Effizienz in der Grünpflege zu verlieren?

GEBÄUDE UND SICHERHEIT
Sozialräume für den Bauhof – Pflicht, nicht Kür
Mitarbeiter von Bauhöfen sind oft besonders schwierigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Schichtdienst, bei Wind und Wetter sowie häufig hohe körperliche Belastungen machen Pausen- und Erholungsmöglichkeiten im Nahbereich des Arbeitsplatzes oder an einzelnen Standorten des Bauhofs unverzichtbar. Bei der Einrichtung von Sanitär- und Sozialbereichen sind deshalb gesetzliche Mindestvorgaben zu beachten.

Einbruch am Bauhof – Im Visier von Kriminellen
Der Bauhof Eningen berichtet offen über seine Einbruchserfahrungen. Weitere Fälle aus Kusterdingen und aus Pressemitteilungen zeigen: Das Problem ist verbreitet. Doch wie gehen Täter vor und welche Maßnahmen können Bauhöfe ergreifen?

Wissen ist kein Risiko

Liebe Leserinnen und Leser,

„Wir wollen gar nicht, dass unsere Bauhofleiter so viel wissen – das weckt nur Begehrlichkeiten.“
Dieser Satz ist mir zuletzt mehrfach begegnet. Er zeigt eine Haltung, die nachvollziehbar wirkt – und doch in die falsche Richtung führt. Denn fehlendes Wissen schützt nicht vor Forderungen. Es verhindert v. a. eines: schnelle, fundierte Entscheidungen.

Gerade im Bauhof bleibt vieles unscharf. Aufgaben entstehen kurzfristig, Prioritäten verschieben sich täglich, Leistungen werden erbracht, ohne systematisch sichtbar zu sein. Das mag meist funktionieren – doch es fehlt die Grundlage für echte Steuerung.

Hier setzt Digitalisierung an: nicht als Selbstzweck oder technischer Luxus, sondern als Werkzeug, um Transparenz zu schaffen – über Arbeitsaufwand, Leistungen, Qualität und Kosten. Sie macht sichtbar, was ohnehin passiert.

Und diese Transparenz nützt allen.

Bauhofverantwortliche können ihren Bedarf sachlich begründen. Gleichzeitig gewinnen Verwaltung und Politik eine verlässliche Grundlage, um Prioritäten zu setzen, Ressourcen gezielt einzusetzen – und Kosten zu sparen.

Der Bauhof entwickelt sich so vom reaktiven „Feuerwehrbetrieb “hin zu einem gesteuerten Dienstleister.

Digitalisierung ist damit weder Risiko noch Schnickschnack, sondern Voraussetzung für einen modernen Bauhof – gerade auch für Bauhöfe kleinerer Gemeinden.

Dieses und weitere Themen rund um die Ausstattung für den Bauhof erwarten Sie in diesem Sonderheft 2026.

Viele hilfreiche Erkenntnisse wünscht Ihnen Sonja Mayer Chefredaktion

Sonja Mayer
Chefredakteurin „der bauhofLeiter“