Ausgabe April 2026

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AUSZUG AUS DEM INHALT:

NACHRICHTEN UND AKTUELLES
Nachrichten

Deutsche Baumpflegetage 2026 – Fachtreffen in erweiterter Messehalle
Vom 5. bis zum 7. Mai finden die Deutschen Baumpflegetage in Augsburg statt. Die Organisatoren haben ein Programm für die Fachvorträge und das Kletterforum zusammengestellt, das laut Pressemitteilung ein breites fachliches Spektrum anbietet. Die tagungsbegleitende Baumpflegemesse bekommt mit der neuen Halle 3 räumlichen Zuwachs.

IFAT Munich – Solutions for Water, Recycling and Circularity
Die IFAT Munich feiert dieses Jahr 60 Jahre Jubiläum und plant, einige Veränderungen vorzunehmen. Die nächste Messe findet in diesem Jahr von Montag, 4. Mai, bis Donnerstag, 7. Mai 2026, in München statt.

Lehrgang – Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger / Geprüfte Natur- und Landschaftspflegerin 2026/2027
Die Regierung von Oberfranken führt im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus einen Fortbildungslehrgang zum Geprüften Natur- und Landschaftspfleger bzw. zur Geprüften Natur- und Landschaftspflegerin durch – in enger Zusammenarbeit mit der Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege Laufen sowie der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising.

Führungstag 2026 – Von roten, grünen, gelben und blauen Mitarbeitenden
Thema des diesjährigen bauhofLeiter-Führungstags war „Klartext“. Jeweils über 25 Teilnehmer trafen sich bei Magdeburg bzw. in Düsseldorf, um mit der Referentin Kirstin Vogel an vielen Beispielsituationen Kommunikation zu üben, die auch funktioniert.

SCHWERPUNKT
Die Mahd von Blumenwiesen – In die Blüte reinschneiden
Die Mahd von Blumenwiesen stellt Bauhöfe vor Fragen: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie oft wird geschnitten? Wie lassen sich fachliche Empfehlungen mit dem laufenden Betriebsablauf vereinbaren? Dr. Linda Trein, vom „Netzwerk Blühende Landschaft“, klärt auf.

Saatgut – Von Regiosaatgut und Regelsaatgut
Bei Anpflanzung oder Aussaat von Pflanzen achtet man auf die spätere Optik, die Standortbedingungen, die Erfolgsaussichten und wie schnell bzw. lange die Pflanze gut aussehen wird. Wichtig ist aber auch, dass das Saatgut aus dem entsprechenden Ursprungsgebiet kommt und somit heimisch ist.

Nutzungsregeln für Grünanlagen – Zwischen Picknickdecke und Pflegefahrzeug
Wo Kinder toben, Hunde schnuppern und Erwachsene Ruhe suchen, muss der Bauhof mittendurch – mit Mäher, LKW und Pflegeauftrag. Damit Parks und Schulhöfe nicht zur Dauerkampffläche zwischen Nutzung und Pflege werden, braucht es mehr als gute Absichten.

HAFTUNG UND RECHT
Die Gefährdungsbeurteilung – Praxisnah umsetzen, Risiken wirksam minimieren
Von der Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen bis zur Ableitung wirksamer Maßnahmen. Die Gefährdungsbeurteilung ist das Herzstück eines wirksamen und rechtssicheren Arbeitsschutzes. Was Bauhofleiter beachten müssen und in welche Fallen sie treten können, weiß Arbeitsschutz-Fachangestellter Andre Klement.

MEIN TEAM UND ICH
Die Rolle der Ausbilder – Mehr als „Guck halt zu“
Fachlich top, pädagogisch auf sich gestellt: Auf vielen Bauhöfen wird Ausbildung noch „nebenbei“ erledigt – mit Folgen für Azubis, Ausbilder und die Zukunft des Betriebs. Im zweiten Artikel der Serie beschäftigen wir uns mit „der Rolle des Ausbilders“.

Bauhof Pförring – In bester Tradition seines Vaters
Kennen Sie Martin und Michael Kühner? Beide vom Beruf Bauhofleiter. Aber auch Vater und Sohn. Das Besondere: Die Stelle des Bauhofleiters hat zunächst der Vater inne, nun der Sohn. Nadine Weiß berichtet, wie aus Vater und Sohn ein Generationenwechsel im Bauhof wurde, warum im Team bis heute „Einer für alle, alle für einen“ gilt und wie sich Tradition, Ortsverbundenheit und moderne Arbeitsweisen im Pförringer Bauhof die Hand reichen.

ARBEITSSICHERHEIT
Arbeiten im Freien – ASR A5.1 im Betrieb umsetzen
Sobald man im Freien tätig ist, gehört der Umgang mit Witterungseinflüssen zu Ihren festen Aufgaben. „Nice to know“ war gestern – heute planen Sie Ihre Einsätze so, dass Hitze, Kälte, UV-Strahlung, Wind, Regen und Schnee gar nicht erst zu einem Gesundheitsrisiko werden.

TIPPS UND INFOS
Mietkleidung im Bauhof – „Orange sind alle meine Kleider“
Arbeitskleidung für den Bauhof, die ihren Träger schützt und lange haltbar ist, muss gemäß den Herstellervorgaben gepflegt werden, damit sie ihre Merkmale beibehält. Viele Kommunen entscheiden sich für Leasing- oder Mietmodelle von PSA, um diese Verantwortung abzugeben. Doch bei vermeintlichen Rundum-sorglos-Paketen ist Vorsicht geboten, wie ein Beispiel aus Oberbayern zeigt.

Kompakte Fahrzeuge – Kleine Kisten, große Aufgaben
Im kommunalen Fuhrpark sind kompakte Fahrzeuge dort von Bedeutung, wo enge Straßen, verdichtete Ortskerne oder spezifische Einsatzanforderungen gegeben sind. Sechs Bauhöfe berichten von ihren Erfahrungen – nicht immer nur positive.

ERFAHRUNGSBERICHTE UND INTERVIEWS
Krisenvorsorge – Vorbereitet auf den Ernstfall?
Raus aus der Theorie, rein in die Praxis: Der Stromausfall in Berlin hat gezeigt, ob kommunale Unternehmen für eine Notsituation gerüstet sind – oder nicht. Wird die Übung zur Realität, stehen Notfallpläne auf dem Prüfstand. Was hat funktioniert? Wo muss nachgebessert werden?

Bauhof-Aufgaben bei Schützenfesten und anderen Events – Teamwork für Spaß und Sicherheit
Die vielfältigen und sich wandelnden Aufgaben der Bauhöfe offenbaren sich besonders bei der Ausrichtung von Volksfesten und anderen Veranstaltungen. Welche Power dahintersteckt, welche Herausforderungen zu bewältigen sind und wie sich dies alles auf die öffentliche Wahrnehmung auswirkt, zeigen Praxisbeispiele aus Soltau, Heiden und Rudolstadt.

Bayerische Blüten

Liebe Leserinnen und Leser,

sicherlich kennen Sie folgendes Phänomen: Man möchte ein bestimmtes Auto kaufen – und auf einmal sieht man es überall.

Seit meiner Tätigkeit für den bauhofLeiter gehe ich logischerweise ganz anders durch die Welt, auch in meinem eigenen Wohnort. Schon vor ein paar Jahren fiel mir die blühfreudig bepflanzte Verkehrsinsel in meiner Straße auf – später die Blühfläche am Ortsausgang, ein anderes Mal das Blühflächen-Schild in der Nähe der S-Bahn.

Zur Vorbereitung unseres Artikels zu Pflege und Mahd (Seite 8) habe ich auf der lokalen Website noch einmal nachgeschaut. Und bekam dort konkret und klar erklärt, warum diese Flächen angelegt werden, wo sie zu finden sind und wie Bürgerinnen und Bürger am besten mit den „ungewohnt unordentlich“ wirkenden Flächen umgehen können. Ein gelungenes Beispiel auch dafür, wie ein Konzept, an dem sich mancher Einwohner auch stößt, ohne viel Aufhebens kommuniziert werden kann.

Dass es meine Gemeinde neben dieser Seite ein zweites Mal in die Ausgabe geschafft hat, ist wirklich reiner Zufall (ich schwöre). Meine Kollegin Nadine Weiß war auf der Suche nach kompakten Fahrzeugen – und dort wurde ein handliches E‑Auto angeschafft, sogar mit Fördermitteln des Freistaats Bayern. „Könnte viele Bauhöfe interessieren“, fanden wir. Und wenn Sie jetzt wissen wollen, wo ich wohne: Schauen Sie einfach auf das große Foto des Artikels auf Seite 42 oder scannen Sie den QR-Code unten rechts. Da geht es direkt zur Online-Info der Gemeinde über die Blühflächen. Einziger Wermutstropfen – leider hat sie unsere Zeitschrift nicht abonniert. Aber das kann sich ja noch ändern;).

Einen guten Frühjahrsstart wünscht Ihnen

Sonja Mayer
Chefredakteurin „der bauhofLeiter“