Ausgabe Juni 2025

EINZELAUSGABEN BESTELLEN

AUSZUG AUS DEM INHALT:

AKTUELLES
Demopark 2025 – Freilandausstellung am Flugplatz
Zum 13. Mal findet sie statt: die Demopark. Am Flugplatz Eisenach-Kindel treffen an drei Tagen im Juni etablierte wie neue Aus- und Hersteller auf Tausende Besucherinnen und Besucher. Im Fokus stehen wie immer das Anschauen, Anfassen und Ausprobieren.

SCHWERPUNKT: GERÄTETRANSPORT
Verladetechnik – Geräte sicher verstauen
Minibagger müssen zur Baustelle, Mähgeräte an ihre grünen Einsatzorte. Mit Hubarbeitsbühnen gelangen Materialien an höhergelegene Arbeitsplätze – Verladetechnik trägt erheblich dazu bei, dass die Kolonnen von Bauhöfen ihre Arbeit machen können. Also gilt es auch hier, genau hinzusehen. Neben der Auswahl geeigneter Mittel geht es ganz besonders um die Sicherheit.

Für Schüttgut und Co. – Bereit zum Abladen
Kipper sind praktische Hilfsmittel, um Schüttgut zu transportieren und ohne viel Aufwand zu entladen. Unterschieden wird bei den Maschinen danach, in welche Richtung die Ladung gekippt wird. Auch bei den Materialien lohnt es sich, genau hinzuschauen. Ein kurzer Überblick.

Umgebauter Anhänger – „Wenn eine Ölspur kommt, sind wir gut aufgestellt“
Wenn Öl austritt und Spuren auf einer Straße hinterlässt, muss schnell gehandelt werden. Dann erst am Bauhof die nötigen Schilder und Utensilien aufwendig zusammensuchen zu müssen, war im münsterländischen Altenberge keine Dauerlösung mehr. Daher baute man kurzerhand einen mobilen Aufsatz für einen „Ölspuranhänger“. Bauhofleiter Gil Beckord hat davon erzählt.

Anhänger und Führerscheine – (K)ein lästiges Anhängsel
Der gute alte „3-er-Führerschein“: Mit ihm darf man anhängen, was man will, und hat trotzdem immer die passende Fahrerlaubnis. Mit Einführung der Klassen B, BE, B96 usw. ist das etwas komplizierter geworden. Hier ein aktueller Überblick über die erlaubten Anhängelasten.

HAFTUNG UND RECHT
Aktuelle Urteile – Wenn es an der Baustelle kracht
Straßenbaustellen bestehen oft über mehrere Wochen oder sogar Monate, sowohl innerorts als auch außerhalb. Umso wichtiger ist es, diese gründlich zu kennzeichnen, um Unfälle zu verhindern. Wer aber ist verantwortlich, wenn doch etwas passiert – und wann tragen die Verkehrsteilnehmer eine Teilschuld?

Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst
In der 4. Verhandlungsrunde, nach einem Schlichtungsverfahren, einigten sich VKA, Bund und die Gewerkschaften Verdi und DBB Beamtenbund und Tarifunion auf einen Tarifabschluss für 2,6 Mio. Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

MEIN TEAM UND ICH
Führungstag 2025 – Die Schlüssel für ein gutes Miteinander
Bei unserem bauhofLeiter-Führungstag 2025 drehte sich alles darum, wie sich die Mitarbeitenden, die schon da sind, auch halten lassen. Jana König sprach mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Hannover und in Würzburg v. a. über Fairness, Mitarbeitermotivation, die richtige Fehlerkultur und das wichtige Werkzeug Kommunikation.

Mitarbeiterführung – Meckern abschaffen
Jeder ist mal unzufrieden oder kritisiert Kollegen. Es gibt jedoch immer wieder Mitarbeitende, die häufig meckern und ihren Frust verbreiten, mal lautstark, mal eher subtil und versteckt. Im Bauhof Maintal haben sich die Mitarbeitenden mit Leiterin Alessa Reichert und Coach Johann Detlev Niemann intensiv mit diesem Thema beschäftigt – und das Meckern dabei wirklich erfolgreich abgeschafft?

ARBEITSSICHERHEIT
Baustellen absichern – Über kurz oder lang
Ob Baustellen nur für einen Tag oder für mehrere Monate stehen: Die Absicherung ist fest vorgeschrieben. Wenn Bauhöfe und Kommunen dabei mangelhaft vorgehen, kann es teuer werden. Die nötigen Vorkehrungen hängen von vielen verschiedenen Aspekten ab.

Schallschutz im Hochbau – Objektiv und subjektiv
2020 erschien Teil 5 der DIN 4109, der neue Anforderungen an den erhöhten Schallschutz im Hochbau gesetzt hat. Fünf Jahre später zieht TÜV Süd ein Fazit: Die neue Definition habe für eine merklich spürbare Verbesserung des Schallschutzes gesorgt.

TIPPS UND INFOS
Anlagen reinigen – Es lebe der Sport
Fußballplätze, Skateanlagen, Basketballcourts: Öffentliche Sportplätze unterscheiden sich stark in ihrer Ausstattung und ihrem Untergrund – und damit auch in der Pflege. Durchdachte Reinigungskonzepte helfen dabei. So können Kommunen und Bauhöfe die Aufgaben stemmen.

Straßen, Zäune, Tunnel – Wenn Amphibien wandern
Alle Jahre wieder machen sich unzählige Kröten, Frösche und Molche auf den Weg zu einem nahen Gewässer, um sich zu paaren. Der Mensch macht es ihnen mit Verkehrsstraßen und zugebauten Flächen nicht einfach. Umso wichtiger ist die Arbeit, die Martina Wischhöfer vom Bund Naturschutz und so viele andere ehrenamtlich leisten. Und die Hilfe der Baubetriebshöfe.

ERFAHRUNGSBERICHTE UND INTERVIEWS
Geteilte Führung – Gemeinsam (gleich) stark
Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist doppelte Freude, sagt ein bekanntes Sprichwort. Das mag auch auf die Leitung eines Bauhofs zutreffen. Die Gründe dafür, die Verantwortung auf mehr als eine Schulter zu verteilen, gehen jedoch tiefer. Wir haben ein Leitungsduo zu seinen Erfahrungen befragt – und ein Coach für „Positive Leadership“ verrät, wie Co-Führung eine Antwort für eine veränderte Arbeitswelt sein kann.

Arbeiten im Takt der Natur – Herausforderung: Insellage
Sommer, Sonne, Strand und Meer: Die Inselidylle an Nord- und Ostsee zieht zahlreiche Urlauber an. Während an der Küste geshoppt, gebadet und flaniert wird, arbeiten die Bauhöfe auf Hochtouren. Die Teams auf Föhr, Pellworm und Fehmarn sorgen für die touristische Infrastruktur. Erst im Winter ist weniger los – zumindest, bis das Hochwasser kommt. Aber auch das bringt die Insulaner nicht aus der Ruhe.

Bauhof-Urlaub

Schau mal, in Wennigstedt auf Sylt zwischen blühenden Rosen gibt es auch einen Bauhof in den Dünen.

Diese Nachricht erhielt ich samt Foto von einer Freundin aus dem Urlaub.

Überhaupt „verfolgt“ mich der Bauhof auf meinen Reisen. Da ist z. B. die Übernachtung auf einem Schweizer Campingplatz. Am Abend witzelte ich noch mit meinen Töchtern, als wir diesen mitten auf dem Gelände erspähten. Am nächsten Morgen war ich heilfroh darum. Die Batterie meines VW-Busses spielte nicht mehr mit. Der Bauhof, Verzeihung, in der Schweiz natürlich Werkhof, half mit einem Überbrückungskabel.

Kürzlich in Berlin war ich auf der Museumsinsel unterwegs und traf unverhofft auf die „Bauhofstraße“. Ein Foto davon musste ich gleich an meinen Kollegen Matthias Ziegler schicken, den treue Leser ja auch schon länger kennen. Doch es kam noch besser: Als ich im Tränenpalast einen Ordner mit Dokumenten über den Bau der Mauer durchblätterte, fiel mir eine Rechnung des Bauhofs Berlin-Mitte über seine Arbeiten vom August 1961 in die Hände. „Fenster zumauern“, „Fensterbretter untermauern“ usw. in der Waldemarstraße für 1.648,52 DM. Zugegebenermaßen kein schönes Kapitel deutscher Bauhof-Geschichte. Aber hätten Sie’s gewusst?

Die Herausforderungen für Bauhöfe am Meer sind auf jeden Fall groß, wenn Sand, Wind und Wellen die Arbeit beeinflussen, um den Schlenker zur aktuellen Ausgabe zu machen. Überhaupt bin ich auch durch unseren „Lehrgang zur Bauhofleitung“ immer wieder fasziniert, welche Spannbreite die Kommunalkräfte betreuen. Das geht von der Leuchtturmwartung bis eben zur (technischen) Betreuung eines Zeltplatzes samt Kinderseilbahn. Wo wir wieder beim Campingplatz wären.

Von daher wünsche ich Ihnen, dass Sie in den Sommermonaten das bekommen, wofür ein Campingplatz u. a. auch steht, nämlich schönen Urlaub.

In diesem Sinne eine gute (Aus-)Zeit!

Sonja Mayer
Chefredakteurin „der bauhofLeiter“