TIPPS UND INFOS

Pflaster, Asphalt und Beton

Text: Christine Lendt | Foto (Header): © Naypong Studio – stock.adobe.com

Straßen sind mehr als nur Befestigungen für Fahrzeuge: Sie sind funktionale Lebensadern der Infrastruktur. Die Wahl des passenden Belags beeinflusst maßgeblich Nutzungsdauer, Unterhaltungskosten und Verkehrssicherheit. Doch was zeichnet die verschiedenen Arten aus? Eine Bestandsaufnahme mit Blick auf die Kosten und die Verfügbarkeit.

Auszug aus:

der bauhofLeiter
Ausgabe Februar 2026
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Touristen gefällt das nostalgische Kopfsteinpflaster, Anwohner hätten gern Flüsterasphalt – klar, nicht immer geht es um solche Extreme. Dennoch erweist es sich für viele Kommunen als Herausforderung, aus etlichen Belagsarten jene auszuwählen, die dem jeweiligen Einsatzbereich optimal gerecht wird. Obendrein lohnt es sich, Unterschiede hinsichtlich Haltbarkeit, Nachhaltigkeit, Preis und Verfügbarkeit zu betrachten. Dies sind Aspekte, die gerade in Zeiten schwankender Rohstoffmärkte und wachsender Anforderungen an Nachhaltigkeit immer mehr an Gewicht gewinnen. Für Bauhöfe kommt hinzu, dass auch die Unterhaltung verschiedener Beläge Maßstäbe setzt.

 

„Geteert“ wird nicht mehr

Asphalt ist in Deutschland nach wie vor der am weitesten verbreitete Straßenbelag. Das Material besteht aus einem Gesteinskörnungs-Gemisch, das mit aus Erdöl gewonnenem Bitumen als Bindemittel vermengt wird. Angesichts einer Straßenbaustelle zu sagen: „Da wird wieder mal geteert“ stimmt nicht mehr, auch wenn viele Bürgerinnen und Bürger so sprechen. Landläufig wird der Baustoff Asphalt häufig mit Teer gleichgesetzt. Anders als bei Asphalt, entsteht das Bindemittel Teer jedoch durch Pyrolyse von Holz oder Kohle. Ursprünglich diente es als Holzschutzmittel für Schiffe und zum Kalfatern von Schiffsrümpfen, noch bis ins 20. Jahrhundert hinein auch für den Straßenbelag.

Inzwischen ist Teer jedoch als krebserregend eingestuft, und auch die Haltbarkeit lässt zu wünschen übrig. Deshalb hat man dieses Material mit der Zeit durch Bitumen ersetzt. Seit 1993 ist Teer für den Einsatz auf Straßen verboten und wird nur noch für die Beschichtung bestimmter Oberflächen verwendet, bei denen eine Beständigkeit gegen Kohlenwasserstoffe erforderlich ist, etwa an Tankstellen.

 

Asphalt: Belastbar, aber pflegebedürftig

Asphalt zeichnet sich durch seine hohe Flexibilität aus. Diese ermöglicht es, Spannungen infolge von Temperaturschwankungen gut auszuhalten, ohne dass es zu größeren Rissen kommt. Aufgrund dessen eignet sich Asphalt besonders für stark belastete Verkehrsflächen wie Kreisverkehre, Ortsdurchfahrten oder Landstraßen. Asphaltbeläge lassen sich vergleichsweise schnell herstellen und wieder instand setzen, was den Verkehrsfluss weniger stark beeinträchtigt. Dagegen kann Asphalt durch UV-Einwirkung und Oxidation im Laufe der Jahre verhärten, spröde werden und Risse entwickeln; regelmäßige Pflege wie das Nachfugen und das Versiegeln der Oberflächenrisse ist daher unerlässlich.

Je nach Mischungsform und Einbaustärke entstehen unterschiedliche Asphalttypen:
– Tragschichten
– Frostschutzschichten
– Deckschichten
– Lärmschutzbeläge wie Flüsterasphalt

 

Beton: Druckfest, aber weniger flexibel

Andere Eigenschaften als Asphalt hat der Betonbelag, der auf der Basis von Zement und Zuschlagstoffen hergestellt wird. Betonstraßen zeichnen sich durch eine hohe Druckfestigkeit und Formstabilität aus. Beton neigt nicht zum „Kriechen“ und verformt sich bei hohen Temperaturen weniger als Asphalt. Letzterer wird bei Hitze weich, viele Lkw auf Autobahnen etwa sorgen dann für tiefe Spurrillen. Die Folge: Bei Regen bildet sich reichlich Wasser auf der Straße – erhöhte Aquaplaning-Gefahr. Beton ist daher ideal für stark beanspruchte Flächen, auf denen dauerhafte Formtreue gefragt ist, etwa auf Autobahnen oder bei Industriezufahrten. Weitere Vorteile sind eine geringere Geräuschentwicklung sowie bessere Sichtverhältnisse bei Nacht, weil das Material heller ist als Asphalt.

Ein Nachteil von Beton ist dessen geringere Flexibilität: Temperaturschwankungen und Setzungen können zu Fugenrissen oder Spaltbildungen führen. Auch das kann bekanntlich gefährlich werden, wenn Autobahnen plötzlich „aufplatzen.“ Eine sorgfältige Planung der Fugen und Unterbauschichten ist daher sehr wichtig. Auch sind die Herstellungskosten oft höher als bei Asphalt und die Reparatur von punktuellen Schäden auf Betonflächen ist komplexer und zeitaufwendiger.

 

Pflaster: Ästhetisch, aber speziell

Eine häufig unterschätzte Belagsform sind Pflasterdecken. Diese werden z. B. aus Naturstein, Beton oder Klinker (Ton/Lehm) verlegt. Pflaster eignet sich besonders für innerörtliche Bereiche, verkehrsberuhigte Zonen, Plätze oder Zufahrten, bei denen Ästhetik und Oberflächenstruktur eine Rolle spielen. Pflasterflächen lassen sich gut reparieren, da defekte Steine einzeln ausgetauscht werden können, ohne großflächig aufreißen zu müssen. Allerdings erfordert das Verlegen von Pflaster spezielle, hervorragende Fachkenntnisse und ist i. d. R. arbeitsintensiver. Die Tragfähigkeit hängt stark vom Unterbau ab, und bei hohen Verkehrsbelastungen oder schweren Lasten kann sich das Pflaster schneller abnutzen als eine asphaltierte oder betonierte Fläche.

 

„Grüne“ Straßenbeläge

Neben den klassischen Belägen gewinnen zunehmend auch „grüne“ oder „permeabel“ Beläge an Bedeutung. Diese Straßenbeläge sind so konzipiert, dass sie Regenwasser
durchlassen und in den Untergrund versickern lassen, statt es in die Kanalisation abzuleiten. Beispiele hierfür sind Verbundsteine mit Fugen, Rasengittersteine oder offenporige Asphaltmischungen. Solche Beläge verbessern die lokale Wasserbilanz und tragen zur Entlastung der Kanalnetze bei, was v. a. in urbanen Räumen mit hohem Versiegelungsgrad von Vorteil ist. Sie tragen obendrein zur Gestaltung der immer nötigeren „Schwammstädte“ bei als eine Lösung, um Herausforderungen des Klimawandels zu stemmen.

Solche nachhaltigen Beläge sind besonders geeignet für Wohngebiete, Fußwege, Parkflächen oder Nebenstraßen mit geringer bis mittlerer Verkehrsbelastung. Aufwendiger bei diesen Belägen ist die Unterhaltung: Verstopfte Fugen müssen regelmäßig gereinigt werden, damit die Durchlässigkeit erhalten bleibt. Zudem sind die Herstellungskosten häufig höher als bei Standardasphalt.

 

Pro und Kontra abwägen

Jede Belagsart bringt also eigene Besonderheiten in puncto Haltbarkeit mit sich. Asphaltdecken haben bei guter Pflege eine durchschnittliche Lebensdauer zwischen 10 und 20 Jahren, abhängig von Verkehrslast, Klima und Bauqualität. Betonbeläge können deutlich länger halten – oft 25 Jahre und mehr –, allerdings hängen Reparaturverfahren und Lebenszykluskosten stark von der richtigen Planung und Ausführung ab. Pflasterflächen können bei sorgfältigem Aufbau und regelmäßiger Pflege ebenfalls Jahrzehnte überdauern, doch sind sie anfälliger für Setzungen im Untergrund, was zu Unebenheiten führen kann. Permeable Beläge schließlich sind in ihrer Lebensdauer oft schwerer zu beziffern, da sie stark von der Pflegefrequenz abhängig sind.

 

Nachhaltigkeit als Maßstab

Ein zunehmend wichtiger Faktor ist die Nachhaltigkeit der Beläge. Asphalt ist zwar recyclingfähig – abgefräste Bestands asphaltmassen können in vielen Fällen wiederverwendet werden –, doch der Einsatz von Bitumen als fossilem Bindemittel wirft ökologische Fragen auf. Die asphaltverarbeitende Industrie versucht sich daher an Lösungen mit reduziertem Bitumenanteil, an Bindemitteln auf biobasierter Grundlage und an der verstärkten Nutzung von Recyclingmaterialien.

Beton hingegen bindet während seiner Produktion große Mengen an CO₂, da die Zementherstellung energieintensiv ist. Gleichzeitig kann Beton am Ende seiner Lebensdauer als Schotter- oder Füllmaterial wiederverwendet werden. Pflastersteine aus Naturstein weisen einen relativ hohen ökologischen Fußabdruck bei der Gewinnung auf, sind aber langlebig und können nach Jahrzehnten wieder neu verlegt werden. Permeable Beläge fördern durch ihre Bauweise positive Umweltwirkungen, indem sie Grundwasserneubildung begünstigen und städtische Hitzeinseln reduzieren.

 

Der Kostenfaktor

Preislich variieren die Straßenbeläge je nach Material, Bauweise und regionaler Verfügbarkeit stark. Asphalt gilt häufig als kostengünstigste Lösung i. S. v. Investitionskosten pro Quadratmeter, wobei zusätzliche Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen einzukalkulieren sind. Beton hingegen bedeutet zunächst höhere Kosten, kann aber aufgrund geringerer Instandsetzungsintervalle langfristig wirtschaftlicher sein. Pflasterflächen liegen meist im oberen Preissegment, nicht zuletzt wegen des höheren Arbeitsaufwands bei Material und Verlegung – jedoch können Tourismus und die Attraktivität einer Innenstadt davon profitieren. Permeable Straßenbeläge weisen aufgrund ihrer speziellen Bauweise und Pflegeanforderungen oft ebenfalls höhere Kosten auf.

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Warnungen vor einer Bitumen- (und damit verbundenen Asphalt-)Knappheit im Jahr 2022 haben vielen Kommunen vor Augen geführt, wie eng globale Lieferketten und regionale Produktionskapazitäten miteinander verknüpft sind. Bitumen wird v. a. als Rückstand aus der Erdölverarbeitung gewonnen, und Engpässe in Raffinerien oder steigende Ölpreise können direkte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Kosten von Asphaltmischgut haben. Diese Erfahrung hat bei vielen Verantwortlichen das Bewusstsein geschärft, Alternativen und strategische Vorratshaltung stärker in die Planungen einzubeziehen. Im Gegensatz dazu sind die Rohstoffe für Beton – Zement, Sand und Kies – meist regional verfügbar, sodass es seltener zu Lieferengpässen kommt, jedoch wird dies auch von regionaler Nachfrage und Baustellenkonjunktur beeinflusst. Pflastersteine können je nach Steinart und Herkunftsland unterschiedlich verfügbar sein; Natursteinimporte können von geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren betroffen sein.

 

Örtliche Gegebenheiten einbeziehen

Für Verantwortliche ist es daher essenziell, die jeweiligen Vor- und Nachteile der Beläge nicht nur technisch zu bewerten, sondern sie auch im Kontext örtlicher Gegebenheiten, Verkehrsbelastungen, verfügbarer Mittel und langfristiger Unterhaltsstrategien zu betrachten. Die Entscheidung für einen bestimmten Belag sollte stets eine Abwägung aus Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sein. Angesichts der dynamischen Entwicklung bei Materialien, Herstellungstechniken und Umweltanforderungen bietet es sich an, regelmäßig Fortbildungen zu besuchen, den fachlichen Austausch mit anderen Kommunen zu pflegen und aktuelle Praxisbeispiele in die eigene Planung einfließen zu lassen. Nur so können Straßenbeläge dauerhaft und effizient ihren Zweck erfüllen: sichere, belastbare und langfristig tragfähige Verkehrsflächen schaffen.

 

Die Straßenunterhaltung

Die Unterhaltung von Straßenbelägen gehört zu den zentralen Aufgaben kommunaler Bauhöfe – entscheidet sie doch darüber, wie lange Verkehrsflächen auf sichere Weise nutzbar bleiben, wie hoch die Folgekosten ausfallen und wie die öffentliche Wahrnehmung der kommunalen Infrastruktur ausfällt. Anders als der Neubau ist die Unterhaltung geprägt von vielen kleinen, kurzfristigen Eingriffen, die oft bei fließendem Verkehr stattfinden und hohe Anforderungen an Fachkenntnis, Organisation und handwerkliche Ausführung stellen. Für Bauhofleiter und ihre Mitarbeitenden ist es daher entscheidend, die Besonderheiten der unterschiedlichen Straßenbeläge zu kennen und zu verstehen, wie Schäden entstehen, wie diese sich frühzeitig erkennen lassen und mit welchen Maßnahmen ihre Ausbreitung wirksam begrenzt werden kann.

 

Allgemeines und Spezielles – je nach Belag

Grundsätzlich umfasst die Unterhaltung von Straßenbelägen sowohl die laufende Beobachtung und Kontrolle als auch die Ausführung von Erhaltungs- bzw. Instandsetzungsmaßnahmen. Regelmäßige Sichtkontrollen sind ein zentrales Instrument, um Schäden frühzeitig zu identifizieren. Risse, Ausmagerungen, Verdrückungen, Schlaglöcher oder Setzungen entstehen meist nicht plötzlich, sondern entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Werden sie rechtzeitig erkannt, lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand größere Schäden und kostspielige Grundsanierungen vermeiden. Für Mitarbeitende im Bauhof bedeutet dies, dass sie nicht nur ausführend tätig sind, sondern auch als „Augen und Ohren“ der Straßenunterhaltung fungieren. Ein geschulter Blick für typische Schadensbilder ist dabei ebenso wichtig wie das Wissen um ihre Ursachen.

Bei Asphaltbelägen liegt der Fokus häufig auf der Rissbehandlung und der Oberflächenpflege. Temperaturwechsel, Verkehrsbelastung und Alterung des Bindemittels führen dazu, dass Asphalt im Laufe der Zeit spröde wird und Risse entstehen. Gelangt Wasser durch diese Risse in den Oberbau, kann es bei Frost zu weiteren Aufbrüchen kommen. Mitarbeitende sollten daher wissen, dass das rechtzeitige Vergießen von Rissen oder das Aufbringen von Oberflächenbehandlungen, wie Dünnschichtbelägen oder Versiegelungen, eine wirksame präventive Maßnahme darstellt. Auch kleinere Schlaglöcher sollten möglichst zeitnah ausgebessert werden, da ihre Ränder unter Verkehrseinwirkung schnell weiter ausbrechen. Hier kommt es besonders auf die fachgerechte Vorbereitung der Schadstelle an, insbesondere das Reinigen und Trocknen, damit Reparaturmaterialien beständig haften.

Bei Betonbelägen stehen andere Aspekte im Vordergrund. Beton ist zwar sehr tragfähig, reagiert aber empfindlich auf Zwangsspannungen durch Temperaturänderungen und Setzungen. Fugen spielen daher eine zentrale Rolle. Ihre regelmäßige Kontrolle und Reinigung ist für die Unterhaltung unerlässlich, denn beschädigte oder verstopfte Fugen können dazu führen, dass Wasser eindringt und es zu Kantenabbrüchen oder Hebungen kommt. Mitarbeitende sollten wissen, dass Reparaturen an Betonflächen meist sorgfältige Planung erfordern und punktuelle Maßnahmen nicht immer ausreichen. Provisorische Maßnahmen können zwar kurzfristig die Verkehrssicherheit herstellen, ersetzen aber keine fachgerechte Instandsetzung.

 

Spezialfall: Kopfsteinpflaster

Eine besondere Rolle in der Straßenunterhaltung spielt das Kopfsteinpflaster. Es prägt viele historische Ortskerne, Altstädte und Plätze und stellt Bauhöfe vor ganz eigene Herausforderungen. Kopfsteinpflaster ist kein flächiger Belag, sondern ein flexibles System, dessen Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit maßgeblich vom Unterbau und der Verlegeart abhängen. Schäden äußern sich häufig in Form von Unebenheiten, losen Steinen, Spurrinnen oder abgesackten Bereichen. Diese entstehen oft durch Verkehrsbelastungen, unzureichende Entwässerung oder Setzungen im Untergrund.

Für die Unterhaltung von Kopfsteinpflaster ist handwerkliches Können besonders wichtig. Mitarbeitende sollten wissen, dass das einfache „Nachklopfen“ einzelner Steine in vielen Fällen keine nachhaltige Lösung darstellt. Häufig ist es notwendig, den betroffenen Bereich aufzunehmen, den Unterbau zu überprüfen und ggf. neu aufzubauen, bevor die Steine wieder fachgerecht verlegt werden. Dabei kommt es auf die richtige Lagerung der Steine, die Wahl des Bettungsmaterials und das sorgfältige Verfugen an. Fehler in diesen Arbeitsschritten führen schnell dazu, dass sich Schäden erneut einstellen.

Ein wesentlicher Punkt bei Kopfsteinpflaster ist auch die Fuge. Sie sorgt nicht nur für den Verbund der Steine, sondern beeinflusst auch die Entwässerung und die Geräuschentwicklung. Ausgespülte oder fehlende Fugen begünstigen das Lockern der Steine und erhöhen die Stolper- und Unfallgefahr. Regelmäßiges Nachfugen ist daher eine zentrale Unterhaltungsmaßnahme. Mitarbeitende sollten zudem sensibel für die historische Substanz sein, insbesondere in denkmalgeschützten Bereichen. Hier sind oft spezielle Materialien und Verlegetechniken gefordert, auch Abstimmungen mit Denkmalbehörden können notwendig sein.

Die Nutzung spielt bei der Unterhaltung von Kopfsteinpflaster ebenfalls eine entscheidende Rolle. Ursprünglich ist Straßenpflaster nicht für den heutigen Straßenverkehr ausgelegt. Bauhöfe stehen daher häufig vor der Aufgabe, Schäden zu beheben, die durch eine Nutzung entstehen, für die der Belag nicht vorgesehen war. In solchen Fällen ist es wichtig, die Ursachen klar zu benennen und diese Informationen an die zuständigen Stellen weiterzugeben, um langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln.

 

Am Ball bleiben

Insgesamt zeigt sich, dass die Unterhaltung von Straßenbelägen weit mehr ist als das Ausbessern sichtbarer Schäden. Sie erfordert ein tiefes Verständnis der jeweiligen Belagsart, ihrer Schwächen und ihrer Reaktionsweise auf Belastungen und Witterung. Für Bauhofmitarbeitende bedeutet dies, fachlich am Ball zu bleiben, Erfahrungen auszutauschen und aus wiederkehrenden Schadensbildern zu lernen. Eine vorausschauende, systematische Unterhaltung zahlt sich langfristig aus, weil sie die Lebensdauer der Straßen verlängert, die Verkehrssicherheit erhöht und die finanziellen Belastungen für Kommunen reduziert. Gerade im Spannungsfeld zwischen knappen Budgets, steigenden Anforderungen und zunehmender Verkehrsbelastung ist eine qualifizierte Straßenunterhaltung ein entscheidender Faktor für eine leistungsfähige kommunale Infrastruktur.

Die Autorin

Christine Lendt
Freie Journalistin und Fachautorin
www.recherche-text.de

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