Nach einem erfolgreichen Städte-Ranking im letzten Jahr hat sich der Schilderüberwachungsverein e. V. dieses Jahr Deutschlands mittelgroße Städte und ihr Umland vorgenommen. Auch diesmal ist die Bilanz vernichtend. Nach Meinung des Vereins gibt es auf Deutschlands Straßen immer noch zu viele Verkehrsschilder, die sich in einem katastrophalen Zustand befinden und somit die Verkehrssicherheit massiv gefährden.

In einer groß angelegten Aktion hat ein Team des Schilderüberwachungsvereins e.V., kurz SÜV, eine Tour durch 16 deutsche Städte und ihr Umland unternommen. Von den 16 Städten rangiert Bergisch Gladbach auf Platz 1 im Ranking um die schlecht erkennbarsten Verkehrsschilder und hat somit am schlechtesten abgeschnitten. Danach folgen Hameln und Neunkirchen (Saarland). Bei der Schildercheck-Tour 2015 wurden bis zu 100 Schilder pro Region an unterschiedlichen Standorten gesichtet und fotografiert. Für die Auswertung wurden die Schilder in verschiedene Zustands-Kategorien eingeteilt. Doch nicht nur die Qualität der Schilder in den einzelnen Städten und ihrem Umland wurde bewertet.

Auch der zeitliche Aufwand, der betrieben werden musste, um verblasste, beschädigte und veraltete Schilder zu finden, sowie der allgemeine Gesamteindruck der Schilderlandschaft in den einzelnen Regionen flossen in die Bewertung mit ein. „Uns ist bewusst, dass unsere Untersuchung nur eine Momentaufnahme ist. Unser Ziel war nicht ein wissenschaftlich fundiertes Ranking zu erstellen, sondern ein Symbolisches“, sagt Dino Borsellino, Vorstand des Vereins. „Hiermit wollen wir auf die Missstände aufmerksam machen und auf die Erneuerung der Schilder drängen. Denn Fakt ist: Es gibt diese schlechten Schilder. Und sie sind eine Gefahr!“, so der Vorstand weiter.

Der SÜV hat sich zum Ziel gesetzt die Verkehrssicherheit dadurch zu erhöhen, dass mehr Aufmerksamkeit auf den rechtzeitigen Austausch von Verkehrsschildern gelenkt wird. Denn etwa jedes vierte Schild in Deutschland ist älter als 15 Jahre und birgt somit ein Sicherheitsrisiko. Der Verein hat die Ergebnisse und die Fotos der untersuchten Schilder auf seiner Webseite veröffentlicht.

www.schilderueberwachungsverein.de

(Bild: © Schilderüberwachungsverein e. V., Gina Sanders - Fotolia.com)