„der bauhofLeiter“ – Das Fachmagazin für den kommunalen Bauhof

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In Brandenburg sind rund 460 Hektar Wald laut TASPO Online in den Landkreisen Teltow-Fläming, Havelland, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz das Ziel einer Anfang Mai gestarteten Bekämpfungsmaßnahme gegen Eichenprozessionsspinner. Grundlage für die Maßnahme war ein intensives Monitoring durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg. Dem Schädling soll via Hubschrauber mit dem Insektizid Dipel ES zu Leibe gerückt werden. Kostenpunkt der diesjährigen Bekämpfungsaktion: rund 125.000 Euro.

Wie der brandenburgische Forstminister deutlich macht, ist eine Bekämpfung der Schadinsekten mit Insektiziden erforderlich, um massive Fraßschäden und damit ein großflächiges Absterben der Bäume zu verhindern und Menschen gesundheitlich nicht zu gefährden. Beim Menschen können die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen zum Teil heftige allergische Reaktionen verursachen. Zur Bekämpfung der gefräßigen Raupen setzt das Land Brandenburg auf das selektiv wirkende Insektizid Dipel ES. Die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genehmigte Ausbringung per Hubschrauber geschieht nur bei optimaler Witterung. Regen oder starker Wind führen zum sofortigen Stopp der Bekämpfungsmaßnahmen, wie das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg mitteilt.

Bereits im vergangenen Jahr war Brandenburg den gefürchteten Raupen des Eichenprozessionsspinners mit Dipel ES zu Leibe gerückt. Ausgebracht wurde das Mittel mit Hubschraubern aus der Luft oder mit Sprühkanonen vom Boden aus. Rund 1,3 Millionen Euro hatte der Einsatz damals gekostet, um eine Fläche von insgesamt 3.000 Hektar sowie weitere 24.000 Einzelbäume an Straßen und Autobahnen zu behandeln. Wo ein Einsatz von Dipel ES oder anderen Bioziden nicht möglich war, wurden die Raupen und deren Nester mechanisch, etwa durch Absaugen, entfernt. Analog will das Land Brandenburg auch in diesem Jahr bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vorgehen.

Weitere Informationen zu den diesjährigen Bekämpfungsmaßnahmen gibt es auf der Webseite des Landesbetriebs Forst Brandenburg.

 (Bild: © Stefan Franz  – Fotolia.com)